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Es war kein wirklich schöner Tag, der Tag des Geotops am 21. September 2014. Tief Gudrun sorgte mit mehreren Kaltluftstaffeln für feuchte Intermezzi und blies den Altweibersommer weg. Rund fünfundzwanzig Unentwegte, Einheimische, Angereiste, Bürgermeister und Landtagsabgeordneter trotzten den widrigen Einflüssen, erlebten in der Roten Klinge von Mulfingen die Rutschfähigkeit des Mittleren Muschelkalkes und die Erosionskraft des Baches und sahen dem moosumkleideten Quellkalktuff beim Wachsen zu. In Anbetracht der Witterung wurde der Weg zum Ottensee mit Fahrzeugen überbrückt. Dr. Reinhard Zeese erläuterte die von ihm entworfenen drei Informationstafeln am Rand des temporären Karstsees. Ein Rundgang vom Quellschwemmkegel mit seinen offenen Speilochern um das Seggenried in der Subrosionssenke zu zwei deutlich in den Seeboden eingesackten Dolinen und schließlich zu mehreren unscheinbar wirkenden Schwundlöchern ergänzte die Ausführungen.
Erfrischend waren nicht nur die immer wieder fallenden Schauer. Familie Franz vom Ochsentaler Hoflädle hatte in einem schützenden Pavillon Köstlichkeiten vom Hof und aus der Region aufgetischt. Wurst vom Mohrenköpfle, Brot, Most und andere Getränke stärkten die Teilnehmer und sorgten für einen angenehmen Abschluss der Wanderung. Bis dahin waren rund 5 Millimeter Niederschlag gefallen. Tief Gudrun lieferte am Abend nochmals fast 10 Liter Wasser auf den Quadratmeter, genug, damit sich das Grundwasser im Kalkgestein auffüllte, die Karstquellen zu speien begannen und bis in den nächsten Tag Wasser lieferten, dessen Trübung die Herkunft von den Feldern erkennen ließ. Damit wurde eindrucksvoll bestätigt, was in den Tafeln erläutert wird.
Die Druckvorlagen zu den Tafeln finden Sie hier
Am 21. September 2014 zur Mittagszeit. Erläuterung der Informationstafeln (Foto:Böhnel)Am 21. September 2014 zur Mittagszeit. Erläuterung der Informationstafeln (Foto:Böhnel)


Am 21. September 2014 zur Mittagszeit. Eine kleine Gruppe steht noch auf dem Quellschwemmhügel und betrachtet die Speilöcher, die aussehen wie TiergängeAm 21. September 2014 zur Mittagszeit. Eine kleine Gruppe steht noch auf dem Quellschwemmhügel und betrachtet die Speilöcher, die aussehen wie Tiergänge

Am 21. September 2014 zur Mittagszeit. Standort in einer Doline, der tiefsten Stelle des Seebodens (Foto: Böhnel)Am 21. September 2014 zur Mittagszeit. Standort in einer Doline, der tiefsten Stelle des Seebodens (Foto: Böhnel)

Am 22. September 2014 zur Mittagszeit. Blick auf die Tafeln, den kleinen Parkplatz und den temporären Karstsee. Über Nacht wurden die beiden Dolinen im Nordteil der Senke mit Wasser gefüllt.Am 22. September 2014 zur Mittagszeit. Blick auf die Tafeln, den kleinen Parkplatz und den temporären Karstsee. Über Nacht wurden die beiden Dolinen im Nordteil der Senke mit Wasser gefüllt.

Niederschläge in Niederstetten am 21. Und 22. September 2014Niederschläge in Niederstetten am 21. Und 22. September 2014
Aus: http://www.hnd.bayern.de/niederschlag/grafik/n_grafik.php?msnr=61342&standalone=&addhr=&days=&art=N&begin=21.09.14&end=22.09.14

22.September 2014 um die Mittagszeit. Blick auf den Quellschwemmkegel und den Rand des Seggenrieds22.September 2014 um die Mittagszeit. Blick auf den Quellschwemmkegel und den Rand des Seggenrieds

22.September 2014 um die Mittagszeit. Blick auf den Quellschwemmkegel mit zwei Quellaustritten22.September 2014 um die Mittagszeit. Blick auf den Quellschwemmkegel mit zwei Quellaustritten

22.September 2014 um die Mittagszeit. Überlauf aus dem Seggenried in die Dolinen. Quellschwemmkegel siehe Pfeil22.September 2014 um die Mittagszeit. Überlauf aus dem Seggenried in die Dolinen. Quellschwemmkegel siehe Pfeil

922.September 2014 um die Mittagszeit. Blick nach Süden. Wassergefüllte Dolinen (tiefste Stelle des Karstsees) im Vordergrund. Quellschwemmkegel siehe Pfeil

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